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Autokosten im Monat

Was kostet ein Auto im Monat?

Ein Auto kostet mehr als Sprit und Versicherung: Der größte Posten ist meist der Wertverlust. Ein neuer VW Golf 1.5 TSI kostet laut ADAC rund 674 € im Monat, das günstigste Modell seiner Übersicht 433 €; die günstigsten drei Jahre alten Verbrenner kosten laut ADAC ohne Wertverlust ab rund 318 €. Hier steht, woraus sich die Kosten zusammensetzen, was der ADAC für einige Modelle errechnet hat und wie du für dein Wunschauto selbst rechnest.

Stand: Oktober 2026

Die vier Kostenblöcke

Der ADAC teilt die Kosten eines Autos in vier Blöcke. Für seine Vergleiche rechnet er mit fünf Jahren Haltedauer und 15.000 km im Jahr.

  • Wertverlust: der Unterschied zwischen dem Kaufpreis und dem, was das Auto am Ende noch wert ist – laut ADAC der größte Posten der monatlichen Autokosten.
  • Fixkosten: Kfz-Steuer, Haftpflicht- und Kaskoversicherung sowie eine Pauschale für Parken, kleines Zubehör und HU/AU. Eine Garagenmiete kommt bei Bedarf dazu.
  • Betriebskosten: Kraftstoff oder Strom, Öl und gegebenenfalls AdBlue, dazu Wäsche und Pflege.
  • Werkstatt und Reifen: Inspektionen nach Herstellervorgabe, Verschleißteile wie Bremsen und Batterie, neue Reifen und bei längerer Haltedauer eine Rücklage für Reparaturen.

Beispiele des ADAC

In seiner Autokostenübersicht Frühjahr/Sommer 2026 (Stand April 2026) hat der ADAC für Neuwagen bei fünf Jahren und 15.000 km im Jahr zum Beispiel diese Monatskosten errechnet (ADAC-Autokostenübersicht (öffnet in neuem Tab)):

  • VW Golf 1.5 TSI (85 kW): 674 € im Monat – davon 340 € Wertverlust, 153 € Betriebskosten, 116 € Fixkosten und 65 € Werkstatt
  • Opel Corsa 1.2 DI Turbo Edition: 632 € im Monat
  • Dacia Spring Electric 70 Essential, das günstigste Modell der Übersicht: 433 € im Monat

Für drei Jahre alte Gebrauchte hat der ADAC die Kosten ohne Wertverlust gerechnet (fünf Jahre, 15.000 km im Jahr): etwa 318 € im Monat für einen Dacia Sandero mit Autogas, 332 € für einen Škoda Scala und 346 € für einen VW Golf Variant (ADAC, März 2026 (öffnet in neuem Tab)). Der Wertverlust deines Autos kommt dazu.

Deine eigenen Kosten können deutlich abweichen: Fahrleistung, Versicherung, Werkstatt und Kaufpreis entscheiden.

Was die Versicherung bestimmt

Der Beitrag zur Kfz-Versicherung hängt laut Gesamtverband der Versicherer (GDV) unter anderem ab von:

  • der Typklasse des Modells – sie spiegelt die Schäden der letzten drei Jahre und wird jedes Jahr neu berechnet (Typklasse nachschlagen)
  • der Regionalklasse deines Zulassungsbezirks
  • deiner Schadenfreiheitsklasse: Mit jedem unfallfreien Jahr verbessert sie sich um eine Klasse
  • Fahrleistung, Fahrerkreis, Alter der Fahrer, Selbstbeteiligung und weiteren Merkmalen

Typ- und Regionalklassen sind für die Versicherer nicht verbindlich; bei bestehenden Verträgen ändern sich die Beiträge meist zum 1. Januar.

HU und AU

Die Hauptuntersuchung mit Abgasuntersuchung kostet laut ADAC 2026 im Schnitt rund 163 €. Ein neues Auto muss nach drei Jahren zur ersten HU, danach alle zwei Jahre. Elektroautos brauchen keine AU. Ist die HU mehr als zwei Monate überzogen, kostet sie 20 % mehr. Wann die HU deines Autos fällig ist, behältst du in „Mein Auto“ im Blick.

So sparst du

  • Versicherung vergleichen: Laut Verbraucherzentrale (öffnet in neuem Tab) lassen sich oft mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Die Kündigungsfrist beträgt meist einen Monat – bei einem Versicherungsjahr ab 1. Januar muss die Kündigung bis 30. November ankommen. Eine Beitragserhöhung gibt dir ein Sonderkündigungsrecht.
  • Typklasse vor dem Kauf prüfen: Zwei ähnliche Modelle können sehr unterschiedlich eingestuft sein.
  • Werkstatt vergleichen: Freie Werkstätten haben oft niedrigere Stundensätze. Auch in der Garantiezeit darfst du sie für Inspektionen nutzen, wenn sie nach Herstellervorgaben arbeiten – lass dir das auf der Rechnung bestätigen.
  • Kraftstoff und Reifendruck: Wer vorausschauend fährt und den Reifendruck prüft, spart beim Verbrauch.

Selbst rechnen

Im Kostenrechner rechnest du kostenlos die laufenden Kosten eines Autos aus Steuer, Kraftstoff, Versicherung und Werkstatt. Mit KaufCheck Pro stellst du im Vergleich deiner gespeicherten Angebote die Kosten pro Monat nebeneinander – mit Wertverlust – und hältst im Kostenbuch fest, was dein Auto tatsächlich kostet. KaufCheck hat keine eigenen Preis- oder Verbrauchsdaten; gerechnet wird mit deinen Angaben.

Häufige Fragen

Welcher Kostenblock ist der größte?

Meist der Wertverlust, besonders bei neuen und teuren Autos.

Was kostet die HU?

HU und AU zusammen kosten laut ADAC 2026 im Schnitt rund 163 €.

Wann kann ich die Kfz-Versicherung kündigen?

Meist mit einem Monat Frist zum Ende des Versicherungsjahres, nach einer Beitragserhöhung auch außerordentlich.

Dieser Ratgeber gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine Rechtsberatung und keine technische Prüfung des Fahrzeugs.