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Kompaktklasse

Ford Focus gebraucht kaufen

Kompaktklasse von Ford mit agilem, sicherem Fahrverhalten und großer Gebrauchtwagenauswahl, als Turnier (Kombi) mit besonders viel Platz.

2 Generationen: Focus III (2011–2018), Focus IV (seit 2018)

Ford Focus, Generation Focus IV
Foto „2018 Ford Focus Titanium X 1.0“ von Vauxford, CC BY-SA 4.0 (öffnet in neuem Tab), verkleinert – Wikimedia Commons (öffnet in neuem Tab)

Focus IV (Mk4), seit 2018

Stärken

  • Agile und sichere Fahreigenschaften
  • Hohes Sicherheitsniveau
  • Einfache Bedienung (vor allem bis zum Facelift 2022)
  • Turnier mit viel Platz hinten und sehr großem Kofferraum

Bekannte Schwachstellen

  • WichtigZahnriemen im Ölbad beim 1.0 EcoBoost

    Betrifft: 1.0 EcoBoost (Dreizylinder-Benziner); der ADAC nennt keine bestimmten Baujahre.

    Laut ADAC läuft der Zahnriemen des Dreizylinders im Ölbad. Bei falschem Öl kann er aufquellen und vorzeitig verschleißen, im schlimmsten Fall drohen Motorschäden.

    Darauf achten: Mit Serviceheft und Rechnungen nachweisen lassen, dass nur das vom Hersteller vorgeschriebene Öl verwendet wurde, und nach dem Zustand beziehungsweise Wechsel des Zahnriemens fragen.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Ford Focus (seit 2018)

  • BeachtenVerstopfter Partikelfilter beim 1.5 EcoBlue

    Betrifft: Vor allem 1.5 EcoBlue (Diesel); schon bei Laufleistungen unter 100.000 km.

    Laut ADAC neigen die Partikelfilter vor allem beim 1.5 EcoBlue dazu, bereits bei niedrigen Laufleistungen von unter 100.000 km verstopft zu sein. Ford hat die Problematik erkannt und zeigt sich in der Regel kulant.

    Darauf achten: Nach Warnleuchten, Werkstattbesuchen und Kulanzleistungen zum Partikelfilter fragen und die Rechnungen ansehen.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Ford Focus (seit 2018)

  • BeachtenStarterbatterie

    Betrifft: Baujahre 2018 bis 2022; Motoren nicht eingegrenzt.

    Laut ADAC sind die Starterbatterien das Hauptproblem in der Pannenstatistik des aktuellen Focus. Der Austausch ist meist günstig, eine leere Batterie lässt das Auto aber stehen.

    Darauf achten: Batterie testen lassen, nach ihrem Alter fragen und das Startverhalten bei kaltem Motor prüfen.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Ford Focus (seit 2018)

  • BeachtenVerschlissene Bremsscheiben

    Betrifft: Focus IV allgemein laut TÜV-Report; der ADAC nennt keine bestimmten Motoren oder Baujahre.

    Laut ADAC werden im TÜV-Report häufig verschlissene Bremsscheiben beanstandet. Das betrifft die Bremsanlage und verursacht Reparaturkosten.

    Darauf achten: Bremsscheiben auf Riefen, Rost und Verschleißrand prüfen, auf Rubbeln und Quietschen beim Bremsen achten und nach dem Wechselzeitpunkt der Bremsen fragen.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Ford Focus (seit 2018)

  • BeachtenÖlverlust

    Betrifft: Focus IV allgemein laut TÜV-Report; der ADAC nennt keine bestimmten Motoren oder Baujahre.

    Laut ADAC ist Ölverlust im TÜV-Report häufig ein Problem. Undichte Stellen sollten vor dem Kauf geklärt sein.

    Darauf achten: Motor und Unterboden auf frische Ölspuren prüfen, Ölstand kontrollieren und nach Dichtungsarbeiten fragen.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Ford Focus (seit 2018)

  • BeachtenRückrufe: Bremspedal, Kindersicherung und Türverriegelung hinten

    Betrifft: Gelenkschraube am Bremspedal (Rückruf 1/2019); Kindersicherung der hinteren Türen (10/2018); Entriegelung der hinteren Türen beim Absenken der hinteren Fenster (3/2019).

    Laut ADAC wurde bei bestimmten Fahrzeugen möglicherweise eine nicht spezifikationsgerechte Gelenkschraube am Bremspedal verbaut. Außerdem konnte die manuelle Kindersicherung der hinteren Türen nicht korrekt funktionieren, und die hinteren Türen konnten sich beim Absenken der Fenster eventuell entriegeln.

    Darauf achten: Per Fahrgestellnummer beim Händler prüfen lassen, ob die Rückrufe erledigt sind.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Ford Focus (seit 2018)

Empfehlenswert

  • 1.0 EcoBoost mit 125 PS (92 kW) – Laut ADAC bietet er angemessene Fahrleistungen und ist als Gebrauchtwagen besonders häufig zu finden, deshalb wird er empfohlen; auf das richtige Öl achten (Zahnriemen im Ölbad).
  • 2.0 EcoBlue mit 150 PS (110 kW) – Laut ADAC mehr als angemessen und sehr souverän motorisiert, gebraucht aber nicht oft zu finden.
  • 1.5 EcoBoost mit 182 PS – Laut ADAC potente Fahrleistungen, aber deutlich seltener am Markt als der 1.0 EcoBoost.

Mit Vorsicht

  • 1.0 EcoBoost (Dreizylinder-Benziner) – Laut ADAC läuft der Zahnriemen im Ölbad; bei falschem Öl kann er aufquellen und vorzeitig verschleißen, im schlimmsten Fall drohen Motorschäden. Die Laufkultur ist vor allem mit Zylinderabschaltung nicht vorbildlich.
  • 1.5 EcoBlue (Diesel) – Laut ADAC neigen die Partikelfilter vor allem beim 1.5 EcoBlue dazu, schon bei unter 100.000 km verstopft zu sein; Ford zeigt sich in der Regel kulant. Die 95-PS-Basisversion ist zudem arg müde.
  • 1.0 EcoBoost mit 85 PS (63 kW) – Laut ADAC relativ lahm; sie sorgt nur für das Mindeste an Beschleunigung.
  • Focus ST (280 PS Benziner, 190 PS Diesel) – Laut ADAC selten, der Benziner zudem teuer.

Tipps für die Besichtigung

  • Beim 1.0 EcoBoost im Serviceheft und in den Rechnungen prüfen, ob immer das vorgeschriebene Öl verwendet wurde (Zahnriemen im Ölbad), und das Thema beim Besichtigungstermin direkt ansprechen.
  • Starterbatterie testen lassen, denn sie ist laut ADAC das Hauptproblem in der Pannenstatistik.
  • Beim 1.5 EcoBlue nach Problemen mit dem Partikelfilter und nach Kulanzleistungen von Ford fragen.
  • Bremsscheiben auf Verschleiß prüfen sowie Motor und Unterboden auf Ölspuren kontrollieren.

Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste

Rückrufe prüfen: Ford Focus

Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.

  1. FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
  2. Beim Hersteller prüfen. In der FIN-Abfrage von Ford (öffnet in neuem Tab) siehst du, ob für dieses Auto laut Hersteller Rückrufe offen sind.
  3. Alternativ in einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
  4. Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
  5. Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.

Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.