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Van

Volkswagen Touran gebraucht kaufen

Kompakter Familienvan von VW mit viel Platz und variablem Innenraum, auf Wunsch mit sieben Sitzen.

2 Generationen: Touran I (2003–2015), Touran II (seit 2015)

Volkswagen Touran, Generation Touran II
Foto „VW Touran Highline Black Style“ von Thomas doerfer, CC BY-SA 4.0 (öffnet in neuem Tab), verkleinert – Wikimedia Commons (öffnet in neuem Tab)

Touran II (5T), seit 2015

Stärken

  • Gute Verarbeitung und funktionelle Bedienung
  • Großzügiges Raumangebot und sehr variabler Innenraum mit einzeln verschiebbaren Rücksitzen
  • Bequeme und langstreckentaugliche Sitze
  • Komfortable Federung, vor allem mit adaptivem Fahrwerk (DCC)

Bekannte Schwachstellen

  • BeachtenAchsaufhängungen und Bremsscheiben

    Betrifft: Touran II (ab 2015), Diesel und Benziner; genaue Baujahre nennt der Bericht nicht

    Laut ADAC verwehren Mängel an den Achsaufhängungen und verschlissene Bremsscheiben bei der Hauptuntersuchung zum Teil die neue Plakette. Insgesamt liegt der Touran II beim TÜV etwa im Mittelfeld.

    Darauf achten: Achsaufhängungen und Bremsscheiben prüfen lassen und bei der Probefahrt auf Klopf- und Poltergeräusche achten.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Touran (ab 2015) Diesel, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Touran (ab 2015) Benziner

  • Am RandeStarterbatterie bei Baujahr 2015

    Betrifft: Touran II, Baujahr 2015 (Diesel und Benziner); betroffene Motoren nennt der Bericht nicht

    Laut ADAC gehört die Starterbatterie beim Baujahr 2015 zu den häufigen Bauteilfehlern. Eine defekte Starterbatterie kann zur Panne führen, weil das Auto nicht anspringt.

    Darauf achten: Alter und Zustand der Batterie prüfen lassen und bei Baujahr 2015 fragen, ob sie schon getauscht wurde.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Touran (ab 2015) Diesel, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Touran (ab 2015) Benziner

  • Am RandeDSG: teils unharmonisches Anfahren

    Betrifft: Touran II mit DSG (Diesel und Benziner)

    Laut ADAC fährt das DSG teils unharmonisch an, was sich als Ruckeln bemerkbar machen kann.

    Darauf achten: Bei der Probefahrt Anfahren aus dem Stand und im Stop-and-go-Verkehr auf Ruckeln prüfen.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Touran (ab 2015) Diesel, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Touran (ab 2015) Benziner

  • BeachtenRückrufe: Airbags und Gurtstraffer, LED-Modul, Kopfstützen, Bordnetz

    Betrifft: Touran II (Diesel und Benziner): Bordnetzsteuergerät 2/2017 (Softwarestand S0162), Airbags und Gurtstraffer 3/2017, Kopfstützenführungshülse 5/2018, LED-Modul 9/2018 (Panoramadach mit Ambientebeleuchtung)

    Laut ADAC gab es Rückrufe wegen fehlerhafter Treibladung bei Airbags und Gurtstraffern, eines möglichen Kurzschlusses mit Wärmeentwicklung im LED-Modul, einer Gratbildung an der Kopfstützenführungshülse und eines fehlerhaft kalibrierten Bordnetzsteuergeräts. Ob sie bei einem Fahrzeug erledigt wurden, lässt sich nur über die Fahrgestellnummer klären.

    Darauf achten: Per Fahrgestellnummer beim Händler prüfen lassen, ob die Rückrufe erledigt sind.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Touran (ab 2015) Diesel, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Touran (ab 2015) Benziner

Empfehlenswert

  • 2.0 TDI (150 PS) – Laut ADAC die goldene Mitte unter den Dieseln: zügige Autobahnetappen sind souverän machbar und auch im Zugbetrieb reicht das Drehmoment; idealerweise mit DSG und Ausstattung Comfortline. Alle Dieselmotoren erfüllen laut ADAC die Schadstoffklasse Euro 6.
  • 1.4/1.5 TSI (150 PS) – Laut ADAC die goldene Mitte unter den Benzinern: ausreichende Fahrleistungen bei moderatem Verbrauch, gern mit DSG. Die früheren Probleme mit gelängten Steuerketten und erhöhtem Ölverbrauch hat der Touran II laut ADAC nicht mehr.

Mit Vorsicht

  • Einstiegsmotoren (Diesel 110/115 PS, Benziner 110/115 PS) – Laut ADAC prinzipiell ausreichend, ein souveränes Fahrgefühl erzeugen die Motoren aber nicht.
  • 1.8 TSI (180 PS) – Laut ADAC mehr Reserven bei zügigen Autobahnetappen und im Anhängerbetrieb, aber deutlich teurer, seltener am Markt und mit hohem Verbrauch.

Tipps für die Besichtigung

  • Achsaufhängungen und Bremsscheiben prüfen lassen; laut ADAC verwehren sie beim TÜV zum Teil die neue Plakette.
  • Mit DSG bei der Probefahrt auf ruckfreies Anfahren achten.
  • Bei Baujahr 2015 nach Alter und Zustand der Starterbatterie fragen.
  • Bei Panoramadach mit Ambientebeleuchtung nachfragen, ob der Rückruf wegen des LED-Moduls (9/2018) erledigt ist.

Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste

Rückrufe prüfen: Volkswagen Touran

Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.

  1. FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
  2. In einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
  3. Beim Hersteller nachlesen. Auf der Rückrufseite von Volkswagen (öffnet in neuem Tab) informiert der Hersteller über Rückrufe; eine allgemeine Abfrage per FIN gibt es dort nicht.
  4. Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
  5. Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.

Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.