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Obere Mittelklasse

Audi A6 gebraucht kaufen

Komfortable, hochwertig verarbeitete Businessklasse als Limousine und Avant für lange Strecken, die laut ADAC sehr zuverlässig, aber teuer in Kauf und Unterhalt ist.

4 Generationen: A6 C6 (2004–2011), A6 C7 (2011–2018), A6 C8 (2018–2025), A6 C9 (seit 2025)

Audi A6, Generation A6 C8
Foto „2018 Audi A6 TDi Quattro Front“ von Vauxford, CC BY-SA 4.0 (öffnet in neuem Tab), verkleinert – Wikimedia Commons (öffnet in neuem Tab)

A6 C8 (C8), 2018–2025

Stärken

  • Vorbildliche Verarbeitung und hochwertige Anmutung
  • Hoher Fahrkomfort
  • Haltbare und zuverlässige Technik
  • Gut nutzbarer Kofferraum (Kombi)

Bekannte Schwachstellen

  • BeachtenRückrufe: Panoramadach-Verklebung

    Betrifft: Rückruf 12/2018 bei Fahrzeugen mit Panoramadach (Diesel und Benziner)

    Laut ADAC kann die Verklebung des hinteren Glasabschnitts im Panoramadach die erforderliche Haftkraft unterschreiten. Der Bericht nennt nur diesen Rückruf; spätere Rückrufe sind möglich.

    Darauf achten: Per Fahrgestellnummer beim Händler prüfen lassen, ob die Rückrufe erledigt sind.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: Audi A6 (2018-2025) Diesel, ADAC Gebrauchtwageninfo: Audi A6 (2018-2025) Benziner

  • BeachtenGenerator

    Betrifft: Erstzulassung 2018 bis 2020 (Diesel und Benziner)

    Der Generator steht bei den Erstzulassungsjahren 2018 bis 2020 auf der ADAC-Liste häufiger Bauteilfehler; fällt er aus, kann das zur Panne führen.

    Darauf achten: Nach Ausfällen von Generator oder Batterie fragen, auf Warnleuchten achten und die Ladespannung in der Werkstatt prüfen lassen.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: Audi A6 (2018-2025) Diesel, ADAC Gebrauchtwageninfo: Audi A6 (2018-2025) Benziner

  • BeachtenDefekte Achsaufhängungen

    Betrifft: A6 C8 insgesamt (Diesel und Benziner), ohne Eingrenzung auf bestimmte Motoren oder Baujahre

    Laut TÜV-Report verwehren defekte Achsaufhängungen teilweise eine neue Plakette. In fast allen anderen Bereichen liegt der A6 laut ADAC trotz weit überdurchschnittlicher Laufleistungen im grünen Bereich.

    Darauf achten: Bei der Probefahrt auf Fahrwerksgeräusche und Spiel achten, die Achsaufhängungen auf der Hebebühne prüfen lassen und den Bericht der letzten Hauptuntersuchung ansehen.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: Audi A6 (2018-2025) Diesel, ADAC Gebrauchtwageninfo: Audi A6 (2018-2025) Benziner

Empfehlenswert

  • 40 TDI (204 PS) – Laut ADAC die Empfehlung für den Durchschnittsfahrer: Verbrauch kaum höher als beim Basisdiesel, Fahrleistungen völlig ausreichend und sehr häufig auf dem Markt.
  • 45 TFSI (245 bzw. 265 PS) – Laut ADAC die Empfehlung beim Benziner: druckvolle Fahrleistungen bei begrenztem Verbrauch und häufig verfügbar.

Mit Vorsicht

  • 45 TDI und 50 TDI (Sechszylinder, 231 bis 286 PS) – Laut ADAC im Einkauf und Unterhalt nochmals teurer, zudem teils unharmonisches Anfahren und überraschend wenig Druck aus dem Drehzahlkeller.
  • 55 TFSI (Sechszylinder) – Laut ADAC im Einkauf und Unterhalt nochmals teurer als der völlig ausreichende Vierzylinder 45 TFSI.
  • S6 und RS6 – Laut ADAC deutlich teurer; der RS6 (mindestens 600 PS) ist im Einkauf und Unterhalt extrem teuer und nur für zahlungskräftige Kunden geeignet.

Tipps für die Besichtigung

  • Bei Fahrzeugen mit Panoramadach nachfragen, ob der Rückruf zur Dachverklebung (12/2018) erledigt ist.
  • Achsaufhängungen prüfen lassen und den Bericht der letzten Hauptuntersuchung ansehen.
  • Gebrauchte A6 haben oft hohe Laufleistungen; Serviceheft und Rechnungen auf Lückenlosigkeit prüfen.
  • Bei Sechszylinder-Dieseln (45 TDI, 50 TDI) auf der Probefahrt das Anfahren aus dem Stand prüfen.

Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste

Rückrufe prüfen: Audi A6

Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.

  1. FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
  2. Beim Hersteller prüfen. In der FIN-Abfrage von Audi (öffnet in neuem Tab) siehst du, ob für dieses Auto laut Hersteller Rückrufe offen sind.
  3. Alternativ in einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
  4. Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
  5. Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.

Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.