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Kompakt-SUV

Volkswagen Tiguan gebraucht kaufen

Beliebter Kompakt-SUV von VW mit guter Verarbeitung, viel Platz und komfortabler Federung.

3 Generationen: Tiguan I (2007–2016), Tiguan II (2016–2024), Tiguan III (seit 2024)

Volkswagen Tiguan, Generation Tiguan II
Foto „VW Tiguan 2.0 TSI BlueMotion Technology 4MOTION Sound (II) – Frontansicht, 24. Dezember 2017, Düsseldorf“ von M 93, CC BY-SA 3.0 DE (öffnet in neuem Tab), verkleinert – Wikimedia Commons (öffnet in neuem Tab)

Tiguan II (AD1), 2016–2024

Stärken

  • Gute Verarbeitung und funktionelle Bedienung
  • Großzügiges Raumangebot, besonders beim Allspace
  • Komfortable Federung, vor allem mit adaptivem Fahrwerk (DCC)
  • Verschiebbare Rückbank

Bekannte Schwachstellen

  • Am RandeAchsaufhängungen und Bremsscheiben

    Betrifft: Tiguan II (2016-2024), Diesel und Benziner; genaue Baujahre nennt der Bericht nicht

    Laut ADAC gibt es beim TÜV am ehesten Probleme mit den Achsaufhängungen oder verschlissenen Bremsscheiben, obwohl der Tiguan II insgesamt gute TÜV-Werte erreicht.

    Darauf achten: Achsaufhängungen und Bremsscheiben prüfen lassen und bei der Probefahrt auf Klopf- und Poltergeräusche achten.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Benziner, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Diesel

  • Am RandeDSG: teils unharmonisches Anfahren

    Betrifft: Tiguan II mit DSG (Diesel und Benziner)

    Laut ADAC fährt das DSG teils unharmonisch an, was sich als Ruckeln bemerkbar machen kann.

    Darauf achten: Bei der Probefahrt Anfahren aus dem Stand und im Stop-and-go-Verkehr auf Ruckeln prüfen.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Benziner, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Diesel

  • BeachtenRückrufe: Airbags, Bremsscheiben, Achs- und Radteile, LED-Modul, Anhängevorrichtung

    Betrifft: Tiguan II (Diesel und Benziner): Airbags und Gurtstraffer 3/2017, Winterräder-Montage 3/2017, hinterer Radträger 12/2017, Bremsscheiben 3/2018 (nur 2,0-l-Motoren), vorderes Führungsgelenk 7/2018 (nur Allspace), LED-Modul 9/2018 (Panoramada…

    Laut ADAC gab es viele Rückrufe, unter anderem wegen fehlerhafter Treibladung bei Airbags und Gurtstraffern, zu dünner Bremsscheiben bei 2,0-l-Motoren, eines nicht festen hinteren Radträgers, eines nicht mit dem richtigen Drehmoment angezogenen vorderen Führungsgelenks (nur Allspace), eines möglichen Kurzschlusses mit Wärmeentwicklung im LED-Modul und eines möglichen Bruchs des Sperrbolzens der Anhängevorrichtung. Ob sie bei einem Fahrzeug erledigt wurden, lässt sich nur über die Fahrgestellnummer klären.

    Darauf achten: Per Fahrgestellnummer beim Händler prüfen lassen, ob die Rückrufe erledigt sind.

    Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Benziner, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Diesel

Empfehlenswert

  • 1.4/1.5 TSI (150 PS) – Laut ADAC die goldene Mitte unter den Benzinern: ausreichende Fahrleistungen bei moderatem Verbrauch, am besten mit DSG. Die früheren Probleme mit gelängten Steuerketten und erhöhtem Ölverbrauch hat der Tiguan II laut ADAC nicht mehr.
  • 2.0 TDI (150 bis 200 PS) – Laut ADAC die goldene Mitte unter den Dieseln: auch zügige Autobahnetappen sind souverän machbar und im Zugbetrieb reicht das Drehmoment; am besten mit DSG und Ausstattung Comfortline. Bei häufigem Zugbetrieb oder im Gebirge sollte laut ADAC nicht auf Allradantrieb verzichtet werden.

Mit Vorsicht

  • Einstiegsmotoren (Benziner 125/130 PS, Diesel 115/122 PS) – Laut ADAC prinzipiell ausreichend, ein souveränes Fahrgefühl erzeugen sie aber nicht.
  • Stärkere Benziner (ab 180 PS, 2.0 TSI) – Laut ADAC mehr Reserven bei zügigen Autobahnetappen und im Anhängerbetrieb, aber im Einkauf und Unterhalt etwas teurer; als Schwäche nennt der ADAC den hohen Verbrauch des 2.0 TSI.
  • Top-Diesel (240 PS) – Laut ADAC flotte Fahrleistungen, aber merklich höherer Kraftstoffverbrauch und teurer im Einkauf.

Tipps für die Besichtigung

  • Mit DSG bei der Probefahrt auf ruckfreies Anfahren achten.
  • Achsaufhängungen und Bremsscheiben prüfen lassen; laut ADAC gibt es beim TÜV am ehesten dort Probleme.
  • Bei Panoramadach mit Ambientebeleuchtung nachfragen, ob der Rückruf wegen des LED-Moduls (9/2018) erledigt ist.
  • Beim Allspace nach dem Rückruf zum vorderen Führungsgelenk (7/2018) fragen, bei Anhängevorrichtung nach dem Rückruf zum Sperrbolzen (5/2019).

Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste

Rückrufe prüfen: Volkswagen Tiguan

Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.

  1. FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
  2. In einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
  3. Beim Hersteller nachlesen. Auf der Rückrufseite von Volkswagen (öffnet in neuem Tab) informiert der Hersteller über Rückrufe; eine allgemeine Abfrage per FIN gibt es dort nicht.
  4. Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
  5. Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.

Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.