Kompakt-SUV
Volkswagen Tiguan gebraucht kaufen
Beliebter Kompakt-SUV von VW mit guter Verarbeitung, viel Platz und komfortabler Federung.
3 Generationen: Tiguan I (2007–2016), Tiguan II (2016–2024), Tiguan III (seit 2024)

Tiguan II (AD1), 2016–2024
Stärken
- Gute Verarbeitung und funktionelle Bedienung
- Großzügiges Raumangebot, besonders beim Allspace
- Komfortable Federung, vor allem mit adaptivem Fahrwerk (DCC)
- Verschiebbare Rückbank
Bekannte Schwachstellen
Am RandeAchsaufhängungen und Bremsscheiben
Betrifft: Tiguan II (2016-2024), Diesel und Benziner; genaue Baujahre nennt der Bericht nicht
Laut ADAC gibt es beim TÜV am ehesten Probleme mit den Achsaufhängungen oder verschlissenen Bremsscheiben, obwohl der Tiguan II insgesamt gute TÜV-Werte erreicht.
Darauf achten: Achsaufhängungen und Bremsscheiben prüfen lassen und bei der Probefahrt auf Klopf- und Poltergeräusche achten.
Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Benziner, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Diesel
Am RandeDSG: teils unharmonisches Anfahren
Betrifft: Tiguan II mit DSG (Diesel und Benziner)
Laut ADAC fährt das DSG teils unharmonisch an, was sich als Ruckeln bemerkbar machen kann.
Darauf achten: Bei der Probefahrt Anfahren aus dem Stand und im Stop-and-go-Verkehr auf Ruckeln prüfen.
Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Benziner, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Diesel
BeachtenRückrufe: Airbags, Bremsscheiben, Achs- und Radteile, LED-Modul, Anhängevorrichtung
Betrifft: Tiguan II (Diesel und Benziner): Airbags und Gurtstraffer 3/2017, Winterräder-Montage 3/2017, hinterer Radträger 12/2017, Bremsscheiben 3/2018 (nur 2,0-l-Motoren), vorderes Führungsgelenk 7/2018 (nur Allspace), LED-Modul 9/2018 (Panoramada…
Laut ADAC gab es viele Rückrufe, unter anderem wegen fehlerhafter Treibladung bei Airbags und Gurtstraffern, zu dünner Bremsscheiben bei 2,0-l-Motoren, eines nicht festen hinteren Radträgers, eines nicht mit dem richtigen Drehmoment angezogenen vorderen Führungsgelenks (nur Allspace), eines möglichen Kurzschlusses mit Wärmeentwicklung im LED-Modul und eines möglichen Bruchs des Sperrbolzens der Anhängevorrichtung. Ob sie bei einem Fahrzeug erledigt wurden, lässt sich nur über die Fahrgestellnummer klären.
Darauf achten: Per Fahrgestellnummer beim Händler prüfen lassen, ob die Rückrufe erledigt sind.
Quellen: ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Benziner, ADAC Gebrauchtwageninfo: VW Tiguan (2016-2024) Diesel
Empfehlenswert
- 1.4/1.5 TSI (150 PS) – Laut ADAC die goldene Mitte unter den Benzinern: ausreichende Fahrleistungen bei moderatem Verbrauch, am besten mit DSG. Die früheren Probleme mit gelängten Steuerketten und erhöhtem Ölverbrauch hat der Tiguan II laut ADAC nicht mehr.
- 2.0 TDI (150 bis 200 PS) – Laut ADAC die goldene Mitte unter den Dieseln: auch zügige Autobahnetappen sind souverän machbar und im Zugbetrieb reicht das Drehmoment; am besten mit DSG und Ausstattung Comfortline. Bei häufigem Zugbetrieb oder im Gebirge sollte laut ADAC nicht auf Allradantrieb verzichtet werden.
Mit Vorsicht
- Einstiegsmotoren (Benziner 125/130 PS, Diesel 115/122 PS) – Laut ADAC prinzipiell ausreichend, ein souveränes Fahrgefühl erzeugen sie aber nicht.
- Stärkere Benziner (ab 180 PS, 2.0 TSI) – Laut ADAC mehr Reserven bei zügigen Autobahnetappen und im Anhängerbetrieb, aber im Einkauf und Unterhalt etwas teurer; als Schwäche nennt der ADAC den hohen Verbrauch des 2.0 TSI.
- Top-Diesel (240 PS) – Laut ADAC flotte Fahrleistungen, aber merklich höherer Kraftstoffverbrauch und teurer im Einkauf.
Tipps für die Besichtigung
- Mit DSG bei der Probefahrt auf ruckfreies Anfahren achten.
- Achsaufhängungen und Bremsscheiben prüfen lassen; laut ADAC gibt es beim TÜV am ehesten dort Probleme.
- Bei Panoramadach mit Ambientebeleuchtung nachfragen, ob der Rückruf wegen des LED-Moduls (9/2018) erledigt ist.
- Beim Allspace nach dem Rückruf zum vorderen Führungsgelenk (7/2018) fragen, bei Anhängevorrichtung nach dem Rückruf zum Sperrbolzen (5/2019).
Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste
Rückrufe prüfen: Volkswagen Tiguan
Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.
- FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
- In einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
- Beim Hersteller nachlesen. Auf der Rückrufseite von Volkswagen (öffnet in neuem Tab) informiert der Hersteller über Rückrufe; eine allgemeine Abfrage per FIN gibt es dort nicht.
- Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
- Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.
Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.