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Mittelklasse

Audi A4 gebraucht kaufen

Hochwertig verarbeitete Mittelklasse als Limousine und Avant (Kombi), die laut ADAC sehr zuverlässig ist, im Kofferraum und im Fond aber eher eng bleibt.

2 Generationen: A4 B8 (2007–2015), A4 B9 (2015–2024)

Audi A4, Generation A4 B9
Foto „Audi A4 B9 Limousine 3.0 TDI quattro“ von Thomas doerfer, CC BY-SA 3.0 (öffnet in neuem Tab), verkleinert – Wikimedia Commons (öffnet in neuem Tab)

A4 B9 (B9), 2015–2024

Stärken

  • Hervorragende Verarbeitung und feine Materialien
  • Zuverlässige, wertstabile Technik
  • Sichere und agile Fahreigenschaften bei hohem Sicherheitsniveau
  • Hoher Fahrkomfort, Xenon-Scheinwerfer serienmäßig

Bekannte Schwachstellen

  • BeachtenRückrufe: Airbags/Gurtstraffer, Vordersitz, Anhängevorrichtung

    Betrifft: Rückrufe 12/2016 (Lehnenversteller Vordersitz), 3/2017 (Zündpillen Airbags und Gurtstraffer; beim 2.0 TFSI auch Zusatzkühlmittelpumpe), 5/2019 (Anhängevorrichtung) und 6/2020 (2.0 TFSI mit Mild-Hybridsystem: Riemenstartergenerator); laut A…

    Laut ADAC gab es Rückrufe wegen nicht richtig befüllter Zündpillen für Airbags und Gurtstraffer (Verletzungsgefahr bei einem Unfall erhöht), einer möglicherweise fehlerhaften Schweißverbindung am Lehnenversteller des Vordersitzes und eines möglichen Bruchs des Sperrbolzens der Anhängevorrichtung. Beim 2.0 TFSI kamen Rückrufe zur Zusatzkühlmittelpumpe (kann überhitzen) und, mit Mild-Hybrid, zum Riemenstartergenerator (Kunststoffbeschichtung kann Risse bilden) hinzu.

    Darauf achten: Per Fahrgestellnummer beim Händler prüfen lassen, ob die Rückrufe erledigt sind.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Audi A4 (2015-2024) Benziner

  • Am RandeAchsaufhängungen und Feder-Dämpfer-Einheiten

    Betrifft: A4 B9 insgesamt, ohne Eingrenzung auf bestimmte Motoren oder Baujahre (laut ADAC-Bericht zu den Benzinern)

    Der TÜV bemängelt beim A4 B9 laut ADAC lediglich gelegentlich die Achsaufhängungen und die Feder-Dämpfer-Einheiten. Ansonsten gilt das Auto als sehr zuverlässig und haltbar.

    Darauf achten: Bei der Probefahrt auf Fahrwerksgeräusche und Spiel achten und Achsaufhängungen sowie Feder-Dämpfer-Einheiten in der Werkstatt prüfen lassen.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Audi A4 (2015-2024) Benziner

Empfehlenswert

  • Benziner mit 190 PS sowie 245 bis 265 PS – Laut ADAC merklich kraftvoller als der Basismotor und zudem häufig als Gebrauchtwagen zu finden.
  • Basisbenziner mit 150 PS – Laut ADAC bereits ausreichend motorisiert.
  • g-tron (Erdgas, 170 PS, nur Avant) – Laut ADAC ausreichende Fahrleistungen bei günstigen Kraftstoffkosten und schadstoffarmem Abgas.

Mit Vorsicht

  • S4 und RS4 (Sechszylinder) – Laut ADAC deutlich höherer Kraftstoffverbrauch und viel höhere Kosten im Einkauf und Unterhalt als bei den zivilen Varianten.

Tipps für die Besichtigung

  • Achsaufhängungen und Feder-Dämpfer-Einheiten prüfen lassen, denn hier bemängelt der TÜV gelegentlich etwas.
  • Rückrufstatus per Fahrgestellnummer erfragen, besonders zu Airbags und Gurtstraffern (3/2017) und bei Anhängerkupplung zum Sperrbolzen (5/2019).
  • Beim 2.0 TFSI nachfragen, ob die Rückrufe zur Zusatzkühlmittelpumpe (3/2017) und, mit Mild-Hybrid, zum Riemenstartergenerator (6/2020) erledigt wurden.

Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste

Rückrufe prüfen: Audi A4

Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.

  1. FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
  2. Beim Hersteller prüfen. In der FIN-Abfrage von Audi (öffnet in neuem Tab) siehst du, ob für dieses Auto laut Hersteller Rückrufe offen sind.
  3. Alternativ in einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
  4. Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
  5. Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.

Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.