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Mittelklasse

BMW 3er gebraucht kaufen

Sportliche Mittelklasse als Limousine und Touring (Kombi) mit Hinterradantrieb; oft von Vielfahrern und im Firmenwagen-Einsatz gefahren, daher häufig mit hoher Laufleistung.

3 Generationen: 3er (E90/E91/E92/E93) (2005–2013), 3er (F30/F31/F34) (2011–2019), 3er (G20/G21) (seit 2019)

BMW 3er, Generation 3er (G20/G21)
Foto „BMW G20 IMG0167-crop“ von Alexander Migl, CC BY-SA 4.0 (öffnet in neuem Tab), verkleinert, Kennzeichen unkenntlich gemacht, Bearbeitung unter derselben Lizenz – Wikimedia Commons (öffnet in neuem Tab)

3er (G20/G21) (G20 / G21), seit 2019

Stärken

  • ADAC-Autotest 320d (2019): Gesamtnote 2,0 – perfektes Automatikgetriebe, flotte Fahrleistungen, viele Assistenz- und Sicherheitssysteme
  • AUTO BILD-Dauertest: 320d Touring (G21) erhielt nach 100.000 km die Note 1
  • Die meisten Motoren sind mit der effizienten ZF-Achtstufenautomatik kombiniert (AUTO BILD)
  • Funktion der Fußbremse laut TÜV-Report 2026 bislang makellos

Bekannte Schwachstellen

  • BeachtenTÜV: aktive Motorhaube und Achsaufhängungen fallen auf

    Betrifft: G20/G21, v. a. 4- bis 5 Jahre alte Fahrzeuge

    Im TÜV-Report 2026 landet der G20 bei den 4- bis 5-Jährigen nur auf Platz 94 von 102; Hauptgrund laut AUTO BILD ist die aktive Motorhaube. Zudem fällt der G20 übermäßig oft mit Defekten an den Achsaufhängungen auf.

    Darauf achten: Prüfen, ob die Motorhaube sauber öffnet/schließt und ob bei der letzten HU etwas an Motorhaube oder Achsaufhängung bemängelt wurde; Kosten einer Erneuerung vorab beim Händler erfragen.

    Quelle: AUTO BILD: BMW 3er/4er im TÜV-Report 2026

  • BeachtenRückruf Diesel: Brandgefahr durch AGR-Kühler

    Betrifft: Dieselmodelle (318d/320d/330d u. a.)

    AUTO BILD nennt die Dieselmodelle als vom „Riesenrückruf“ wegen Brandgefahr durch einen defekten Kühler der Abgasrückführung betroffen. BMW tauscht fehlerhafte Komponenten kostenlos.

    Darauf achten: Nachweis verlangen, dass der Rückruf in einer BMW-Werkstatt durchgeführt wurde (Fahrgestellnummer-Abfrage beim Händler).

    Quellen: AUTO BILD: BMW 3er/4er im TÜV-Report 2026, ADAC Gebrauchtwageninfo: BMW 3er-Reihe (2012-2018) Diesel

  • BeachtenRückrufe zu Starter, Starter-Generator und Starterrelais (Brandgefahr)

    Betrifft: Starter-Generator: Diesel-Mildhybride (laut AUTO BILD); Anlasser-Rückruf 2025: G20/G21 (Produktionszeitraum 09/2015–09/2021); Starterrelais-Rückruf 2026: Bauzeit 31.07.2020–26.02.2026

    AUTO BILD nennt Brandgefahr wegen fehlerhaftem Anschluss des Starter-Generators. 2025 folgte ein Rückruf wegen Wassereintritts in den Anlasser (136.489 Fahrzeuge in Deutschland, u. a. G20/G21), 2026 ein weiterer wegen Ablagerungen im Starterrelais (rund 42.300 Fahrzeuge in Deutschland, u. a. G20/G21). Abhilfe ist jeweils kostenlos.

    Darauf achten: Per Fahrgestellnummer prüfen lassen, ob die jeweiligen Rückrufe offen oder erledigt sind.

    Quellen: AUTO BILD: BMW 3er/4er im TÜV-Report 2026, auto motor und sport: Großer BMW-Rückruf - Brandgefahr durch Anlasser (26.09.2025), ADAC: Erneuter Rückruf bei BMW - Brandgefahr durch Starter-Defekt (22.07.2026)

  • BeachtenWeitere Rückrufe 2020–2022 (Gurtschloss, Airbag, Bremskraftverstärker, Batterie, Gurtstraffer)

    Betrifft: G20/G21 je nach Bauzeit

    AUTO BILD listet Rückrufe zu Gurtschlosssensorik und Airbag-Steuergerät (2020), Bremskraftverstärker und Batterie-Crashpads (2021) sowie Onboard-Diagnose und Mikrogasgeneratoren im Gurtstraffer (2022).

    Darauf achten: Rückrufstatus per Fahrgestellnummer beim BMW-Händler erfragen und dokumentieren lassen.

    Quelle: AUTO BILD: BMW 3er/4er im TÜV-Report 2026

  • Beachten330e (Plug-in-Hybrid): Rückruf wegen Hochvoltbatterie 2020

    Betrifft: Plug-in-Hybride (u. a. 3er) mit Produktionsdatum 20.01.–18.09.2020

    Wegen Verunreinigungen im Produktionsprozess der Batteriezellen kann ein Kurzschluss in Zellen des Hochvoltspeichers entstehen. BMW rief die betroffenen Plug-in-Hybride 2020 zurück (in Deutschland rund 1.800 Fahrzeuge in Kundenhand, zusätzlich noch nicht ausgelieferte).

    Darauf achten: Beim 330e mit Baujahr 2020 klären, ob der Rückruf durchgeführt wurde (Fahrgestellnummer, BMW-Händler).

    Quelle: electrive: BMW ruft erneut mehrere Plug-in-Hybrid-Modelle zurück (10/2020, Update 10/2021)

Empfehlenswert

  • 320d (190 PS, Mildhybrid, Achtstufenautomatik) – AUTO BILD-Dauertest (G21 Touring): Note 1 nach 100.000 km, 6,9 l/100 km im Schnitt.

Mit Vorsicht

  • 330e (Plug-in-Hybrid) mit Produktionsdatum 01–09/2020 – Rückruf wegen Hochvoltbatterie – Durchführung prüfen.
  • Diesel (Rückruf AGR-Kühler) – Brandgefahr-Rückruf; Durchführung nachweisen lassen.

Tipps für die Besichtigung

  • Bei der Besichtigung die aktive Motorhaube (Öffnen/Schließen, Haltekraft) und Achsaufhängungen im letzten HU-Bericht prüfen.
  • Alle Rückrufe per Fahrgestellnummer abfragen – besonders Starter/Starterrelais (2025/2026) und beim Diesel das AGR-Modul.
  • Beim 330e mit Baujahr 2020 den Hochvoltbatterie-Rückruf klären.

Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste

Rückrufe prüfen: BMW 3er

Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.

  1. FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
  2. Beim Hersteller prüfen. In der FIN-Abfrage von BMW (öffnet in neuem Tab) siehst du, ob für dieses Auto laut Hersteller Rückrufe offen sind.
  3. Alternativ in einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
  4. Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
  5. Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.

Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.