Upgraden

Kleinwagen

Peugeot 208 gebraucht kaufen

Französischer Kleinwagen mit eigenständigem Design, dessen neuere Jahrgänge laut ADAC zuverlässig sind und den es seit 2019 auch als Elektroauto (e-208) gibt.

2 Generationen: 208 I (2012–2019), 208 II (seit 2019)

Peugeot 208, Generation 208 II
Foto „Peugeot 208 PureTech 130 EAT8 Allure GT-Line (II) – f 17102021“ von M 93, CC BY-SA 3.0 DE (öffnet in neuem Tab), verkleinert – Wikimedia Commons (öffnet in neuem Tab)

208 II (P21), seit 2019

Stärken

  • Umfangreiche Sicherheitsausstattung.
  • Gute Zuverlässigkeit: In der ADAC-Pannenstatistik durchweg „gut“ (Erstzulassung 2019–2023).
  • Durchzugsstarke Turbomotoren.
  • Sparsamer Diesel und spritzige Elektroversion (e-208).

Bekannte Schwachstellen

  • WichtigZahnriemen im Ölbad beim 1.2 PureTech

    Betrifft: 1.2 PureTech (Dreizylinder-Turbobenziner mit 100 und 130 PS); laut ADAC bis zur Ablösung durch Hybridmotoren mit Steuerkette seit Ende 2023

    Der Zahnriemen dieser Motoren läuft im Ölbad und gilt laut ADAC als anfällig. Wird nicht exakt die richtige Ölsorte verwendet, drohen laut ADAC teure Motorschäden.

    Darauf achten: Wartungsnachweise verlangen: Wurde bei jedem Ölwechsel die vorgeschriebene Ölsorte verwendet? Nach dem Zustand und einem eventuellen Wechsel des Zahnriemens fragen.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Peugeot 208 (seit 2019)

  • Am RandeBremsbauteile bei der Hauptuntersuchung

    Betrifft: Alle Motoren, laut TÜV-Report

    Im TÜV-Report liegt der 208 II leicht über dem Durchschnitt; am ehesten bereiten laut ADAC Bremsbauteile bei der Hauptuntersuchung Probleme.

    Darauf achten: Bremsscheiben und Bremsbeläge von einer Werkstatt prüfen lassen.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Peugeot 208 (seit 2019)

  • BeachtenRückrufe: Klimakompressor beim e-208

    Betrifft: e-208 (Elektro) mit Klimakompressor; Rückruf 5/2023

    Bei den betroffenen Fahrzeugen kann es bei einem Problem mit dem Klimakompressor zu einer Unterbrechung des Antriebsstrangs kommen.

    Darauf achten: Per Fahrgestellnummer beim Händler prüfen lassen, ob die Rückrufe erledigt sind.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Peugeot 208 (seit 2019)

Empfehlenswert

  • Vierzylinder-Diesel mit 102 PS – Laut ADAC laufruhig, sparsam und für Langstrecken optimal, aber selten zu finden.
  • e-208 (Elektro) – Laut ADAC als Pendlerauto abseits längerer Reisen eine super Figur: komfortabel, sparsam und mit souveränem Fahrverhalten; die Reichweite ist in der neueren Version mit 156 PS etwas besser als in der älteren mit 136 PS.

Mit Vorsicht

  • 1.2 PureTech 100 und 130 (Benziner) – Laut ADAC deutlich souveräner als der 75-PS-Basisbenziner, aber der Zahnriemen läuft im Ölbad und gilt als anfällig; bei falscher Ölsorte drohen teure Motorschäden. Die Hybridversionen (101 oder 136 PS, seit Ende 2023) haben dagegen eine robuste Steuerkette, brauchen im Alltag aber kaum weniger Sprit und haben ein weniger komfortables Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe.
  • Basisbenziner mit 75 PS – Laut ADAC reicht er für das Vorankommen in der Stadt, fühlt sich auf Schnellstraßen aber nicht mehr wohl.

Tipps für die Besichtigung

  • Beim 1.2 PureTech mit 100 oder 130 PS Wartungsbelege prüfen: Wurde immer die vorgeschriebene Ölsorte verwendet (Zahnriemen im Ölbad)?
  • Bremsscheiben und Bremsbeläge prüfen lassen; Bremsbauteile bereiten laut TÜV-Report am ehesten Probleme.
  • Beim e-208 mit Klimakompressor per Fahrgestellnummer klären, ob der Rückruf von 5/2023 erledigt ist.

Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste

Rückrufe prüfen: Peugeot 208

Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.

  1. FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
  2. Beim Hersteller prüfen. In der FIN-Abfrage von Peugeot (öffnet in neuem Tab) siehst du, ob für dieses Auto laut Hersteller Rückrufe offen sind.
  3. Alternativ in einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
  4. Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
  5. Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.

Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.