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Kleinwagen

Kia Rio gebraucht kaufen

Der Kia Rio ist ein unkomplizierter Kleinwagen mit einfacher Bedienung und für die Klasse ordentlichem Platzangebot.

2 Generationen: Rio UB (2011–2017), Rio YB (2017–2023)

Kia Rio, Generation Rio YB
Foto „2021 Kia Rio 3 MHEV facelift 1.0“ von Vauxford, CC BY-SA 4.0 (öffnet in neuem Tab), verkleinert – Wikimedia Commons (öffnet in neuem Tab)

Rio YB (YB), 2017–2023

Stärken

  • Sicheres und agiles Fahrverhalten
  • Günstiger Unterhalt und zuverlässige Technik
  • Gutes Platzangebot vorn, klassenübliche Kofferraumgröße
  • Sieben Jahre Herstellergarantie von Kia – laut ADAC sind auch Gebrauchte oft noch abgedeckt (Restlaufzeit prüfen)

Bekannte Schwachstellen

  • Am RandeBeleuchtung beim TÜV

    Betrifft: Rio ab 2017 (laut TÜV-Report, keine Eingrenzung auf bestimmte Motoren)

    Laut ADAC ist die Beleuchtung die Problemzone des Rio beim TÜV, sie entsteht aber oft durch mangelhafte Wartung. Insgesamt schneidet die vierte Generation beim TÜV leicht überdurchschnittlich gut ab.

    Darauf achten: Alle Lichtfunktionen (Abblend-, Fern-, Brems- und Blinklicht) prüfen und sich Wartungsnachweise zeigen lassen.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Kia Rio (ab 2017)

  • BeachtenRückrufe: Kindersicherung an den hinteren Türen

    Betrifft: Rückruf 5/2018; der Bericht nennt keine genaueren Baujahre oder Motoren

    Laut ADAC gab es 5/2018 einen Rückruf: Ein zu kurzer Bowdenzug der Innenbetätigung an den hinteren Türen kann den Verriegelungsmechanismus der Kindersicherung am Türschloss beeinträchtigen.

    Darauf achten: Per Fahrgestellnummer beim Händler prüfen lassen, ob die Rückrufe erledigt sind.

    Quelle: ADAC Gebrauchtwageninfo: Kia Rio (ab 2017)

Empfehlenswert

  • 1.0 T-GDI (100 PS) – Laut ADAC die ideale Motorisierung: spritzige Fahrleistungen bei niedrigem Verbrauch, zudem gebraucht häufig zu finden. Der Dreizylinder ist ständig wahrnehmbar.
  • 1.0 T-GDI (120 PS) – Laut ADAC mit noch besseren Fahrleistungen als die 100-PS-Variante.
  • 1.0 T-GDI mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe – Laut ADAC die bessere Wahl für alle, die eine Automatik möchten.
  • 1,2- und 1,4-Liter-Saugbenziner – Laut ADAC im Alltag ausreichend und unkompliziert, bieten aber nicht das Durchzugsvermögen des 1.0 T-GDI.
  • 1.4 CRDi (75 oder 90 PS) – Laut ADAC bei ordentlichen Fahrleistungen enorm sparsam, spielt auf dem Gebrauchtwagenmarkt aber eine untergeordnete Rolle.

Mit Vorsicht

  • 1.4 mit Vierstufen-Wandlerautomatik – Laut ADAC nicht empfehlenswert: Das Getriebe raubt dem Motor den letzten Funken Temperament und sorgt für einen satten Mehrverbrauch.

Tipps für die Besichtigung

  • Per Fahrgestellnummer prüfen lassen, ob der Rückruf von 5/2018 (Kindersicherung der hinteren Türen) erledigt ist, und die Kindersicherung ausprobieren.
  • Beleuchtung vollständig prüfen und Wartungsnachweise ansehen: Mängel entstehen laut ADAC oft durch mangelhafte Wartung.
  • Auf die Motor-Getriebe-Kombination achten: Wer eine Automatik möchte, wählt laut ADAC besser den 1.0 T-GDI mit Doppelkupplungsgetriebe als den 1.4 mit Vierstufenautomatik.

Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste

Rückrufe prüfen: Kia Rio

Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.

  1. FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
  2. Beim Hersteller prüfen. In der FIN-Abfrage von Kia (englisch) (öffnet in neuem Tab) siehst du, ob für dieses Auto laut Hersteller Rückrufe offen sind.
  3. Alternativ in einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
  4. Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
  5. Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.

Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.