Kleinstwagen
Renault Twingo gebraucht kaufen
Französischer Kleinstwagen, der für seine Größe ordentlich Platz bietet, in der zweiten Generation beim TÜV aber unterdurchschnittlich abschneidet.
2 Generationen: Twingo II (2007–2014), Twingo III (2014–2024)

Twingo III (III), 2014–2024
Bekannte Schwachstellen
BeachtenÜberdurchschnittlich oft Pannen: Anlasser, Lichtmaschine und Starterbatterie
Betrifft: Laut ADAC-Pannenstatistik 2025: Anlasser bei Erstzulassung 2015–2016; Lichtmaschine bei Erstzulassung 2015; Starterbatterie bei Erstzulassung 2017–2020
Probleme mit Anlasser, Lichtmaschine und Starterbatterie waren bei diesen Jahrgängen überdurchschnittlich oft der Grund für einen Einsatz der ADAC-Straßenwacht. Eine schwache Starterbatterie ist bei allen Autos die häufigste Pannenursache, hier aber besonders oft.
Darauf achten: Mehrmals starten: Der Motor muss ohne Zögern und ohne Klacken anspringen. Die Batterie-Ladekontrollleuchte muss nach dem Start ausgehen; die Ladespannung kann eine Werkstatt messen. Alter der Batterie erfragen und sie testen lassen; springt der Motor zögerlich an, ist ein Tausch fällig.
Quelle: ADAC Pannenstatistik 2025
Tipps für die Besichtigung
- Weitere Schwachstellen dieser Generation haben wir noch nicht ausgewertet. Lass das Auto vor dem Kauf in einer Werkstatt prüfen und Rückrufe per Fahrgestellnummer erfragen.
Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste
Rückrufe prüfen: Renault Twingo
Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.
- FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
- Beim Hersteller prüfen. In der FIN-Abfrage von Renault (öffnet in neuem Tab) siehst du, ob für dieses Auto laut Hersteller Rückrufe offen sind.
- Alternativ in einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
- Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
- Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.
Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.