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Kleinstwagen

Renault Twingo gebraucht kaufen

Französischer Kleinstwagen, der für seine Größe ordentlich Platz bietet, in der zweiten Generation beim TÜV aber unterdurchschnittlich abschneidet.

2 Generationen: Twingo II (2007–2014), Twingo III (2014–2024)

Renault Twingo, Generation Twingo III
Foto „Renault Twingo Dynamique (III) – Frontansicht, 24. Oktober 2015, Münster“ von M 93, CC BY-SA 3.0 DE (öffnet in neuem Tab), verkleinert, Kennzeichen unkenntlich gemacht, Bearbeitung unter derselben Lizenz – Wikimedia Commons (öffnet in neuem Tab)

Twingo III (III), 2014–2024

Bekannte Schwachstellen

  • BeachtenÜberdurchschnittlich oft Pannen: Anlasser, Lichtmaschine und Starterbatterie

    Betrifft: Laut ADAC-Pannenstatistik 2025: Anlasser bei Erstzulassung 2015–2016; Lichtmaschine bei Erstzulassung 2015; Starterbatterie bei Erstzulassung 2017–2020

    Probleme mit Anlasser, Lichtmaschine und Starterbatterie waren bei diesen Jahrgängen überdurchschnittlich oft der Grund für einen Einsatz der ADAC-Straßenwacht. Eine schwache Starterbatterie ist bei allen Autos die häufigste Pannenursache, hier aber besonders oft.

    Darauf achten: Mehrmals starten: Der Motor muss ohne Zögern und ohne Klacken anspringen. Die Batterie-Ladekontrollleuchte muss nach dem Start ausgehen; die Ladespannung kann eine Werkstatt messen. Alter der Batterie erfragen und sie testen lassen; springt der Motor zögerlich an, ist ein Tausch fällig.

    Quelle: ADAC Pannenstatistik 2025

Tipps für die Besichtigung

  • Weitere Schwachstellen dieser Generation haben wir noch nicht ausgewertet. Lass das Auto vor dem Kauf in einer Werkstatt prüfen und Rückrufe per Fahrgestellnummer erfragen.

Bekannte Schwachstellen laut ADAC, TÜV-Report und Fachpresse – sie treten nicht bei jedem Auto auf. Wie es um das Auto vor dir steht, zeigt erst die Besichtigung, im Zweifel mit einer Werkstatt. Zur Besichtigungs-Checkliste

Rückrufe prüfen: Renault Twingo

Mit Rückrufen beheben Hersteller Mängel, etwa an Bremsen, Airbags oder der Abgasreinigung. Die Reparatur ist in der Regel kostenlos – behoben ist der Mangel aber erst, wenn eine Vertragswerkstatt sie durchgeführt hat.

  1. FIN erfragen. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer) steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) und oft unten an der Windschutzscheibe oder auf dem Typschild.
  2. Beim Hersteller prüfen. In der FIN-Abfrage von Renault (öffnet in neuem Tab) siehst du, ob für dieses Auto laut Hersteller Rückrufe offen sind.
  3. Alternativ in einer Vertragswerkstatt oder bei der Kundenhotline des Herstellers fragen. Dort sind offene Rückrufe zur FIN bekannt.
  4. Rückrufe für das Modell nachschlagen. Die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (öffnet in neuem Tab) zeigt Rückrufe nach Hersteller, Modell und Baujahr – nicht für ein einzelnes Auto und nicht jede Maßnahme der Hersteller.
  5. Belege zeigen lassen. Frag nach Werkstattbelegen zu erledigten Rückrufen.

Anders als bei freiwilligen Serviceaktionen ist die Teilnahme an einem Rückruf Pflicht. Die Schreiben des Herstellers gehen an den eingetragenen Halter – nach dem Kauf also an dich. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Zulassungsbehörde den Betrieb des Autos untersagt.